Performance Trust Custody & Security+ ist für Situationen konzipiert, in denen Verantwortung nicht nur geteilt, sondern gleichwertig verteilt ist. Mehrere Personen tragen Verantwortung auf Augenhöhe – in Familien, Unternehmerkreisen oder institutionellen Strukturen. In solchen Konstellationen reicht es nicht mehr aus, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden sollen – sie müssen auch dann möglich bleiben, wenn nicht alle Beteiligten verfügbar, einig oder handlungsfähig sind..
Kern des Modells ist die Kombination aus treuhänderischer Verwahrung und mehrheitsfähiger Entscheidungsstruktur. Custody regelt, wie Schlüsselbestandteile sicher und getrennt verwahrt werden. Security+ definiert verbindlich, wie Entscheidungen über Rekonstruktion, Freigabe oder Wiederherstellung durch Mehrheiten getroffen werden, anstatt von Einstimmigkeit abhängig zu sein. Performance Trust Custody & Security+ erhöht damit nicht nur die Sicherheit der Schlüssel, sondern vor allem die Handlungsfähigkeit des Systems. Verantwortung bleibt verteilt, Entscheidungen bleiben möglich – auch bei Ausfällen, Konflikten oder zeitlicher Abwesenheit einzelner Beteiligter.
Self-Custody bedeutet im Unternehmen: Verantwortung, Zugriff und Haftung laufen faktisch bei einzelnen Personen zusammen. Solange alles funktioniert, wirkt das handlungsfähig. Geht jedoch etwas schief, trägt nicht mehr nur eine Person die Folgen, sondern das gesamte Unternehmen – rechtlich, finanziell und organisatorisch. Der Schutz der Bitcoin hängt dann nicht allein an Technik, sondern an der dauerhaften Verfügbarkeit, Integrität und Kooperationsfähigkeit einzelner Geschäftsführer. Für Markus und seine Mitgeschäftsführer ist genau das nicht akzeptabel. Krankheit, Ausscheiden, Konflikte oder externe Ereignisse sind keine Ausnahme, sondern planbare Realität. Ein Sicherheitsmodell, das auf Vertrauen, Gewohnheit oder persönlicher Disziplin beruht, wird damit zum strukturellen Risiko. Exchange Custody kommt für das Unternehmen ebenfalls nicht infrage. Nicht wegen fehlender Technik, sondern wegen Abhängigkeit, fehlender Nachvollziehbarkeit und unklarer Haftung. Was als Unternehmensvermögen bilanziert wird, muss erklärbar, prüfbar und fortführungsfähig sein – auch ohne einzelne Personen. Performance Trust Custody setzt genau hier an: Nicht um Zugriff zu erleichtern, sondern um Verantwortung verlässlich zu organisieren. Wie Markus aus privater Ordnung eine belastbare Unternehmensstruktur macht – und warum Sicherheit im Unternehmen kein Vertrauens-, sondern ein Haftungsthema ist. Markus Geschichte:..
Markus erklärt die Vorteile, die Begrenztheit, die Unabhängigkeit – und vor allem die Bedeutung einer sauberen Sicherheitsarchitektur. Die Kollegen hören zu, stellen Fragen – und lassen sich überzeugen. Aber sie machen eines klar: Was privat funktioniert, reicht im Unternehmen nicht aus. Alle drei haben in der Vergangenheit Insolvenzen erlebt. Sie wissen, wie schnell Verantwortung kippen kann – durch Krankheit, Ausfall, Streit oder externe Ereignisse. Deshalb fordern sie eine Absicherung, die über Markus’ private Lösung hinausgeht. Nicht aus Misstrauen, sondern aus Erfahrung.
Gemeinsam mit ihrem Rechtsanwalt und Steuerberater entwickeln sie zusammen mit trust4money als erstem Treuhänder einen Vertrag, der sämtliche Modalitäten regelt: Verwahrung, Entscheidungslogik, Haftung, Notfallpläne. Zusätzlich wird ein zweiter Treuhänder benannt, der im Falle eines Ausfalls des ersten Treuhänders automatisch einspringt. Ohne Neuverhandlung. Ohne Stillstand. Ein weiterer Punkt wird direkt mitgedacht: Einer der Geschäftsführer wird sich in drei Jahren aus dem Unternehmen zurückziehen. Auch dieser Fall wird von Anfang an vertraglich geregelt. Der Schlüsseltransfer an den Nachfolger ist fest definiert, sodass nicht die gesamte Sicherheitsstruktur neu aufgesetzt werden muss. Das spart Kosten – und verhindert operative Risiken. Die drei Geschäftsführer teilen die Vermögensschlüssel untereinander auf. Zusätzlich wird ein Backup eingerichtet und dem zweiten Treuhänder überlassen – ausschließlich für den Ausfallfall. Jeder dokumentiert verbindlich, wie und wo sein Schlüsselteil verwahrt wird. Verantwortung endet nicht bei der Unterschrift, sondern bei der Umsetzung.
Da das Verhältnis untereinander stabil ist, verzichten sie bewusst auf eine notarielle Beurkundung. Der Gesellschafterbeschluss wird gemeinsam gefasst. Die treuhänderische Bestätigung, die technische Umsetzung und die vollständige Dokumentation übernimmt trust4money – eine klare Empfehlung ihres Steuerberaters. Zusätzlich entscheiden sie sich, wie Markus privat, für eine Walletverwahrung mit Herausgabebedingungen. Transaktionen sind nur mit mindestens einem 2/3-Beschluss möglich und ausschließlich zur Liquidation über das firmeneigene Börsenkonto. Unabgestimmte oder nicht nachvollziehbare Transfers werden damit strukturell ausgeschlossen. Jede Umwandlung bleibt transparent, prüfbar und erklärbar. Da keiner der drei Geschäftsführer operative Routine mit Signaturen und Transfers hat, buchen sie zusätzlich Simple Trust Security+. Die Wallet wird verwahrt, die Börsenkonten werden gemeinsam mit einem CBSP eingerichtet, Einzahlungen, Umwandlungen und Rücktransfers begleitet, dokumentiert und treuhänderisch bestätigt.
Der gesamte Prozess – von der Einrichtung über die Transfers bis zur finalen Struktur – wird ihrem Steuerberater übergeben. Nicht als Erklärung, sondern als belastbarer Nachweis. Was diese Entscheidung konkret bedeutet – auch finanziell.
Für Markus und seine Mitgeschäftsführer war schnell klar, dass Sicherheit kein abstrakter Wert ist, sondern eine kalkulierbare Investition. Für die laufende Verwahrung, den Support und die regelmäßigen Revisionen zahlt das Unternehmen rund 100 € pro Monat. Darin enthalten sind bis zu fünf geprüfte Transfer- oder Rekonstruktionsvorgänge pro Jahr. Die Einrichtung der gesamten Struktur – inklusive Verträge, Schlüsselaufteilung, Mehrheitslogik, Treuhandbestätigungen und Dokumentation – belief sich einmalig auf etwa 3.800 €. Zusätzlich wurde ein begleiteter Assettransfer inklusive Börsenkonto-Einrichtung durchgeführt. Dieser Sonderdienst verursachte weitere Kosten von rund 250 €. Da sich die Geschäftsführer – wie Markus privat – auch für eine zusätzliche Wallet-Verwahrung mit Herausgabebedingungen entschieden haben, kommen hierfür 29 € monatlich sowie einmalig 199 € für die Einrichtung hinzu. Für das Unternehmen ist das kein laufender Kostenfaktor im operativen Sinn, sondern eine Absicherung gegen Risiken, die im Ernstfall nicht in Euro zu beziffern wären: Ausfall von Entscheidern, Blockaden, Haftungsfragen oder nicht erklärbare Vermögensbewegungen. Für das Unternehmen bedeutet das: Bitcoin ist kein Sonderfall mehr, sondern ein integrierter, kontrollierter Vermögensbestandteil. Und für Markus ist klar: Was privat mit Light beginnt, muss im Unternehmen mit Performance konsequent zu Ende gedacht werden.