Hinzu kommen regulatorische und nachweisrechtliche Anforderungen. Seit der vollständigen Anwendung von MiCAR im Jahr 2025 müssen Custody-Strukturen segregiert, transparent und nachvollziehbar sein. BaFin und FINMA legen großen Wert auf klare Trennung von Eigentum, Zugriff und Verantwortung. Für Family Offices bedeutet das: Jede Transaktion, jede Schlüsselverteilung und jede Übergabe muss gerichtsfest dokumentiert werden. Bei Erbschaftsstreitigkeiten, Steuerprüfungen oder Lombard-Finanzierungen reicht ein einfacher Wallet-Balance-Screenshot nicht aus. Banken verlangen belastbare Belege zur Herkunft und Historie der Assets, Gerichte erwarten nachweisbare Eigentumsverhältnisse. Ohne solche Nachweisbarkeit bleibt Bitcoin in der Praxis oft isoliert – ein Vermögen, das existiert, aber nicht wirklich genutzt oder übertragen werden kann.
MiCAR verstärkt diese Anforderungen zusätzlich. Die Verordnung fordert von allen Marktteilnehmern, die mit Krypto-Assets umgehen, eine klare Segregation von Kundeneigentum und eine lückenlose Dokumentation der wirtschaftlichen Berechtigten. Für Family Offices, die mit Banken, Treuhändern oder Kreditinstituten zusammenarbeiten, bedeutet das: Nur Strukturen mit nachweisbarer Herkunft, transparenter Governance und klarer Rollenverteilung werden von regulierten Partnern akzeptiert. Genau hier liegt der Vorteil unserer Modelle: Durch Provenienz-Proofs mit Test-Transaktionen und notariellen Zertifikaten entstehen gerichtsfeste Belege, die MiCAR-konforme Institutionen brauchen, um Lombard-Kredite zu vergeben oder Assets in ihre Systeme aufzunehmen – ohne dass das Family Office selbst eine Lizenz benötigt.