1. Kundenvertrag: Schriftliche Vereinbarung mit detaillierten Angaben
Was MiCAR verlangt: Einen schriftlichen Vertrag mit allen Infos zu Parteien, Service, Custody‒Policy, Gebühren, Recht usw. – alles, um Transparenz zu schaffen und Kunden zu schützen. Bei hybriden Modellen: Bleibt wichtig, ist aber einfacher. Unsere notarisierten Verträge beschreiben schon die geteilte Kontrolle, das Onboarding (air‒gapped Wallet‒Generierung, ID‒Check, Protokollierung) und die Regeln für Transaktionen. Da niemand allein entscheiden kann, braucht man keine extra Klauseln gegen „Anbieter‒Missbrauch“. MiCAR denkt hier immer noch nur an volle Kontrolle beim Anbieter – das passt nicht mehr.
2. Register der Positionen: Interne Buchführung pro Kunde
Was MiCAR verlangt: Ein detailliertes internes Register mit allen Balances und Transaktionen, sofortige Erfassung, Nachweispflichten – um Manipulationen zu verhindern. Bei hybriden Modellen: Relevant, aber viel leichter: Transaktionen laufen nur mit Mehrheitszustimmung (z. B. 2‒of‒3), die Blockchain speichert alles unveränderbar, und notarisiert Logs sorgen für Transparenz. Kein Bedarf für strenge Anti‒Missbrauchs‒Nachweise, weil Missbrauch gar nicht möglich ist.
3. Custody‒Policy: Interne Richtlinie gegen Risiken
Was MiCAR verlangt: Eine feste Policy gegen Betrug, Hacker‒Angriffe usw., die Kunden auf Wunsch bekommen. Bei hybriden Modellen: Fast überflüssig. Key‒Splitting und geteilte Hoheit (Unique Seed Positional Encoding) machen Single Points of Failure unmöglich. Risiken sind von Haus aus minimiert – keine zentrale Policy gegen „internen“ Zugriff nötig. MiCAR übersieht, dass moderne Technik das Problem löst, bevor es entsteht.
4. Ausübung von Rechten: Bei Forks oder Airdrops
Was MiCAR verlangt: Kunden müssen ihre Rechte ausüben können, neue Assets werden gutgeschrieben. Bei hybriden Modellen: Funktioniert automatisch über Partner, und geteilte Kontrolle verhindert, dass jemand Rechte einbehält. Der Schutz ist hier sogar besser als gefordert – keine extra Maßnahmen nötig.
5. Quartalsberichte und Infos: Regelmäßige Updates an Kunden
Was MiCAR verlangt: Alle drei Monate Statements mit Balances, Werten, Transaktionen – plus Infos bei Operationen. Bei hybriden Modellen: Stark reduziert. Transparenz kommt durch Multi‒Party‒Protokolle und Blockchain‒Tracking. Kunden sehen alles direkt – Dashboards reichen oft aus, statt teurer Pflicht‒Reports.
6. Rückgabe der Assets: Schnelle Rückgabe
Was MiCAR verlangt: Klare Prozesse, damit Kunden schnell an ihre Assets kommen. Bei hybriden Modellen: Gar nicht vom Anbieter abhängig. Der Kunde behält durch geteilte Keys die Souveränität – Rückgabe ist inherent möglich.
7. Trennung der Assets: Segregation für Insolvenz‒Schutz
Was MiCAR verlangt: Kundengelder strikt getrennt von eigenen, Schutz bei Pleite. Bei hybriden Modellen: Erfüllt automatisch durch externe, notarisiert geteilte Speicherung. Aber der harte Schutz gegen Anbieter‒Pleite ist unnötig, weil Keys verteilt sind – Pleite eines Beteiligten gefährdet nichts.
8. Haftung: Für Verluste durch eigene Schuld
Was MiCAR verlangt: Anbieter haftet bei Schuld, begrenzt auf Marktwert. Bei hybriden Modellen: Risiken extrem niedrig durch Verteilung – Haftung könnte fair geteilt werden, statt alles auf einen Anbieter zu legen.
9. Sub‒Custodians: Einsatz Dritter
Was MiCAR verlangt: Dritte müssen lizenziert sein, Kunden informiert. Bei hybriden Modellen: Passt gut – Notare/Treuhänder sind reguliert, und das Modell ist oft license‒free, weil keine volle Custody vorliegt.