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Warum gibt es nicht längst eine dritte, hybride Verwahrungsform für Bitcoin?
Die Lücke zwischen Self-Custody und Exchange-Custody
Warum gibt es bisher keine 3. hybride Verwahrungsform* für Bitcoin?
Die Lücke zwischen Self‒Custody und Exchange‒Custody
Von Torsten Schmitz, CEO & Gründer von trust4money.de Eine persönliche Reflexion über die Lücken im Crypto‒Markt Böblingen, Januar 2026
Warum gibt es zwischen Self-Custody und Fremdverwahrung keine echte Mischform? Torsten Schmitz erklärt die historischen, regulatorischen und menschlichen Gründe. Hybrid erfordert Aufwand, Verantwortung und Menschen – ist aber für HNWI*, Unternehmen und Family Offices der logischste Weg. Bei trust4money machen wir geteilte Hoheit mit SeedPro praktisch und sicher.
Bitcoin und andere digitale Assets sind seit über 15 Jahren da, und doch dreht sich die gesamte Diskussion um zwei Extreme: entweder Self-Custody, bei der du allein die volle Hoheit über deine Keys hast – mit all der Freiheit, aber auch allen Risiken –, oder Fremdverwahrung durch Exchanges und CASPs*, bei der der Anbieter die volle Kontrolle übernimmt – bequem, aber mit dem Preis des vollen Vertrauensvorschusses und der damit verbundenen regulatorischen Last.
Kaum jemand spricht ernsthaft über Modelle, in denen die Hoheit bewusst und regelbasiert geteilt wird – mit festen Rollen wie Kunde, Treuhänder, Notar, Berater oder sogar einer Bank, mit Mehrheits- oder Einstimmigkeitsprinzipien, revisionssicheren Beschlüssen und einem klaren Wiederherstellungsprotokoll.
Dabei ist dieses Konzept alles andere als exotisch. Im klassischen Recht gibt es seit Jahrhunderten genau solche Konstruktionen: Treuhand, Miteigentum, Erbengemeinschaft, Testamentsvollstreckung oder Mehrheitsbeschlüsse in Gesellschaften. Auch im digitalen Raum ist es technisch seit Jahren machbar – durch Multi-Party Computation (MPC)*, Shamir’s Secret Sharing, Threshold-Signaturen oder USPE*-ähnliche Splitting-Verfahren. Und trotzdem dominiert bis heute die binäre Sicht: entweder du oder ich – fast nie „wir zusammen, aber nur gemeinsam“.

Warum gibt es noch keine etablierten hybriden Modelle mit geteilter Hoheit?
Technisch seit Jahren machbar (MPC, Shamir, USPE), blieb die dritte Form bisher Nische. Historische Trägheit, regulatorische Bequemlichkeit und wirtschaftliche Anreize (volle Kontrolle = mehr Profit) haben eine nuancierte Mischform verhindert.
Hybride erfordert zudem echtes Engagement Onboarding, individuelle Verträge, Revision und Verantwortung –, was für viele zu aufwendig ist.
Hinderniss
Verwahrungsmodelle
1. Onboarding* als Herausforderung Ich habe lange darüber nachgedacht, und ich glaube, der springende Punkt liegt in der Komplexität und im menschlichen Faktor. Eine echte hybride Form erfordert ein dokumentiertes, überwachtes Onboarding*. Jemand muss die Wallet-Einrichtung (air-gapped), die Übertragung der Seed-Wörter auf SeedPro mit KeyCodes der Seedliste, die Verteilung der Codes auf NFC-Cards oder Verträge und die verbindliche Vernichtung der Original-Seed-Phrase protokollieren. Das geht nur durch qualifizierte Menschen wie unsere Certified Bitcoin Security Professionals (CBSP) – keine App oder KI kann das ersetzen, weil es um Nachweis geht: Zu keinem Zeitpunkt darf eine Partei allein die Seed-Wörter kennen oder Transfers durchführen. Abschließend braucht es eine neutrale Instanz (Treuhänder oder Notar) für die Bestätigung oder Beglaubigung. Ohne das wäre das Ganze nicht revisionssicher und rechtssicher – aber genau das macht hybride Modelle so robust. 2. Die individuelle Vertragsgestaltung Der Vertrag zwischen den Teilnehmern muss hochindividuell sein: Wer bekommt welche Rolle? Die Zuteilung muss einvernehmlich passieren, inklusive Verhandlungen zu Regeln, Stimmprinzipien und Verantwortlichkeiten. Diese Rolleninhaber tragen eine große Bürde: Geheimhaltung, persönliche Verwahrung und sogar Haftung bei grober Fahrlässigkeit oder Vertragsbruch. Das ist nicht für jeden attraktiv – es erfordert Verantwortungsbewusste, die bereit sind, mitzuwirken. 3. Verantwortung und Aufwand Anderen überlassen Menschen sind gewöhnt, Verantwortung abzugeben – Fremdverwahrung ist so verlockend, weil „andere machen alles“ (trotz Risiken wie Hacks, Insolvenz oder ausländische Anbieter). Bei hybrider Verwahrung gibt es mindestens vier Termine: Analyse und Festlegung der Rollen und Vertragsinhalte, Beglaubigungstermin beim Notar oder Finalisierung mit Treuhänder, Onboarding mit Wallet- und SeedPro-Setup sowie Revision (jährlich oder alle 24 Monate). Das ist ein ganz schöner Aufwand – und für „bequeme“ Menschen unattraktiv. Sie wählen lieber den einfachsten Weg: Keys abgeben und hoffen, dass alles gutgeht. 4. Zusammenarbeit mit Partnern Hybrid wird erst relevant, wenn Self-Custody zu riskant ist (z. B. Verlustangst, Erbfall-Probleme) oder Fremdverwahrung zu suspekt wirkt (unbekannte Anbieter, regulatorische Hürden, Single Point of Failure*). Man muss schon mit Anwälten, Notaren, Treuhändern oder Banken vertraut sein – oder unter großen Zwängen stehen (Compliance, Revision*, Verantwortung). Für Unternehmen, Family Offices, Banken oder Börsen scheidet eigentlich alles außer hybride Verwahrung aus: Aufgrund von Sorgfaltspflichten (Transparenz, Vermögensschutz, Unternehmenseigentum) ist eine geteilte, revisionssichere Hoheit der einzig vernünftige Weg. Hier überwiegt der Nutzen bei weitem den Aufwand. 5. Historische Trägheit Warum gibt es diese Mischform nicht längst? Historische Trägheit spielt eine Rolle: Bitcoin startete als cypherpunk-Projekt mit maximaler Selbstermächtigung, während die Custody-Industrie das Gegenteil verkaufte. Regulatorische Bequemlichkeit tut ihr Übriges: MiCAR* und andere Aufsichtsbehörden haben sich an der klaren Dichotomie orientiert, weil zwei Kategorien einfacher zu regulieren sind als eine nuancierte dritte Form. 6. Wirtschaftliche Anreize Und wirtschaftliche Anreize tun ein Übriges: Exchanges verdienen am meisten bei voller Kontrolle, Self-Custody-Wallets bei einmaligen Verkäufen – ein echtes Rollen-Modell mit geteilter Hoheit ist für viele Player unattraktiv, weil es weniger zentrale Monetarisierung bedeutet. In einer Welt, wo viele „andere machen lassen“ bevorzugen, bleibt Hybrid solange ein Nischenthema – bis die Risiken zu groß werden. Bei trust4money ändern wir das: Mit SeedPro, USPE, CBSP*-Beratung und Trust Custody machen wir hybride Verwahrung zugänglich, sicher und MiCAR*-konform. Es ist nicht der einfachste Weg – aber der beste für die, die Verantwortung teilen wollen. Das ist meine Einschätzung – was denken Sie? Teilen Sie gerne Ihre Gedanken mit uns oder buchen Sie ein unverbindliches Gespräch:
Für wen diese Leistung gedacht ist
Diese Leistung richtet sich an Menschen, Familien und Unternehmen, die Bitcoin nicht nur kaufen, sondern langfristig sicher halten wollen. An Vermögensinhaber, die verstehen, dass mit direktem Eigentum auch direkte Verantwortung entsteht, und die ihre Sicherheitsstruktur nicht dem Zufall überlassen möchten. Sie richtet sich ebenso an Familien, die sicherstellen wollen, dass Vermögen auch bei Krankheit, Ausfall oder im Erbfall zugänglich und handlungsfähig bleibt, ohne dass Wissen verloren geht oder Konflikte entstehen. Genauso richtet sie sich an Unternehmer, Family Offices, Steuerberater, Rechtsanwälte und Treuhänder, die Bitcoin nicht nur als Asset betrachten, sondern als neue Form von Eigentum, die klare Regeln für Zugriff, Verantwortung, Nachweis und Governance erfordert. Unser Ansatz ist für alle geeignet, die Sicherheit nicht nur technisch denken, sondern strukturell organisieren wollen. Denn Bitcoin-Sicherheit endet nicht bei Wallets und Seedphrases, sondern beginnt dort, wo Verantwortung, Zugriff und Entscheidungsfähigkeit sauber geregelt sind.
Unser Ansatz
Ob Privatvermögen, Familienvermögen oder Unternehmensreserven: Bitcoin braucht klare Sicherheitsstrukturen. Wir helfen Ihnen dabei, Zugriffe, Rollen, Herausgabebedingungen und Wiederherstellungsprozesse sauber zu organisieren.
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MiCAR* Berücksichtigung hybrider Modelle eine Vision
MiCAR ist ein großer Schritt nach vorn, aber ihre binäre Perspektive könnte aus der Zeit vor weit verbreiteten MPC*- und Key-Splitting-Technologien stammen. Hybride Verwahrungsmodelle* mit geteilter Hoheit sind sicherer, einfacher und günstiger – und sie machen viele der strengen Regeln überflüssig.
MiCAR* light eine Variante an der wir arbeiten
Das könnte den Markt öffnen: Banken und traditionelle Institute könnten viel leichter einsteigen, digitale Assets schützen und eine „MiCAR* light“-Variante nutzen. Weniger Bürokratie, mehr Innovation, besserer Schutz für alle. Das ist meine persönliche Einschätzung – keine offizielle Meinung. Aber ich denke, es lohnt sich, darüber zu reden. Was halten Sie davon? Teilen Sie gerne Ihre Gedanken in den Kommentaren.
FAQ & Begriffserklärung
Digitale Assets und ihre Verordnungen haben eine Reihe von Fachbegriffen, die wir hier erläutern.
verwendeter Fachbegriff: *Hybride Verwahrung
Was ist ein *CASP = Crypto-Asset Service Provider?
Was ist Multi-Party Computation (*MPC)?
verwendeter Fachbegriff: *BaFin-konforme Kryptoverwahrung
verwendeter Fachbegriff: *Single Point of Failure
verwendeter Fachbegriff: *Private Keys /Seedphrasen
verwendeter Fachbegriff: *DSGVO
verwendeter Fachbegriff: *KWG
verwendeter Fachbegriff: BaFin* - FMA* - FINMA* - AMF* - Banca d’Italia* - CNMV*
verwendeter Fachbegriff: *MiCAR
verwendeter Fachbegriff: * BIP39‑Seedgenerierung
verwendeter Fachbegriff: * USPE (Unique Seed Positional Encoding)
verwendeter Fachbegriff: *Certified Bitcoin Security Professional (CBSP)
verwendeter Fachbegriff: *Mining
verwendeter Fachbegriff: *HNWI
verwendeter Fachbegriff: *BTC
verwendeter Fachbegriff: *Revision
verwendeter Fachbegriff: *Einheitsentscheidung Rekonstruktion
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