Warum gibt es nicht längst eine dritte, hybride Verwahrungsform für Bitcoin?
Die Lücke zwischen Self-Custody und Exchange-Custody
Warum gibt es bisher keine 3. hybride Verwahrungsform* für Bitcoin?
Die Lücke zwischen Self‒Custody und Exchange‒Custody
Von Torsten Schmitz, CEO & Gründer von trust4money.de Eine persönliche Reflexion über die Lücken im Crypto‒Markt Böblingen, Januar 2026
Warum gibt es zwischen Self-Custody und Fremdverwahrung keine echte Mischform? Torsten Schmitz erklärt die historischen, regulatorischen und menschlichen Gründe. Hybrid erfordert Aufwand, Verantwortung und Menschen – ist aber für HNWI*, Unternehmen und Family Offices der logischste Weg. Bei trust4money machen wir geteilte Hoheit mit SeedPro praktisch und sicher.
Bitcoin und andere digitale Assets sind seit über 15 Jahren da, und doch dreht sich die gesamte Diskussion um zwei Extreme: entweder Self-Custody, bei der du allein die volle Hoheit über deine Keys hast – mit all der Freiheit, aber auch allen Risiken –, oder Fremdverwahrung durch Exchanges und CASPs*, bei der der Anbieter die volle Kontrolle übernimmt – bequem, aber mit dem Preis des vollen Vertrauensvorschusses und der damit verbundenen regulatorischen Last.
Kaum jemand spricht ernsthaft über Modelle, in denen die Hoheit bewusst und regelbasiert geteilt wird – mit festen Rollen wie Kunde, Treuhänder, Notar, Berater oder sogar einer Bank, mit Mehrheits- oder Einstimmigkeitsprinzipien, revisionssicheren Beschlüssen und einem klaren Wiederherstellungsprotokoll.
Dabei ist dieses Konzept alles andere als exotisch. Im klassischen Recht gibt es seit Jahrhunderten genau solche Konstruktionen: Treuhand, Miteigentum, Erbengemeinschaft, Testamentsvollstreckung oder Mehrheitsbeschlüsse in Gesellschaften. Auch im digitalen Raum ist es technisch seit Jahren machbar – durch Multi-Party Computation (MPC)*, Shamir’s Secret Sharing, Threshold-Signaturen oder USPE*-ähnliche Splitting-Verfahren. Und trotzdem dominiert bis heute die binäre Sicht: entweder du oder ich – fast nie „wir zusammen, aber nur gemeinsam“.

Warum gibt es noch keine etablierten hybriden Modelle mit geteilter Hoheit?
Technisch seit Jahren machbar (MPC, Shamir, USPE), blieb die dritte Form bisher Nische. Historische Trägheit, regulatorische Bequemlichkeit und wirtschaftliche Anreize (volle Kontrolle = mehr Profit) haben eine nuancierte Mischform verhindert.
Hybride erfordert zudem echtes Engagement Onboarding, individuelle Verträge, Revision und Verantwortung –, was für viele zu aufwendig ist.
Hinderniss
Verwahrungsmodelle
1. Onboarding* als Herausforderung Ich habe lange darüber nachgedacht, und ich glaube, der springende Punkt liegt in der Komplexität und im menschlichen Faktor. Eine echte hybride Form erfordert ein dokumentiertes, überwachtes Onboarding*. Jemand muss die Wallet-Einrichtung (air-gapped), die Übertragung der Seed-Wörter auf SeedPro mit KeyCodes der Seedliste, die Verteilung der Codes auf NFC-Cards oder Verträge und die verbindliche Vernichtung der Original-Seed-Phrase protokollieren. Das geht nur durch qualifizierte Menschen wie unsere Certified Bitcoin Security Professionals (CBSP) – keine App oder KI kann das ersetzen, weil es um Nachweis geht: Zu keinem Zeitpunkt darf eine Partei allein die Seed-Wörter kennen oder Transfers durchführen. Abschließend braucht es eine neutrale Instanz (Treuhänder oder Notar) für die Bestätigung oder Beglaubigung. Ohne das wäre das Ganze nicht revisionssicher und rechtssicher – aber genau das macht hybride Modelle so robust. 2. Die individuelle Vertragsgestaltung Der Vertrag zwischen den Teilnehmern muss hochindividuell sein: Wer bekommt welche Rolle? Die Zuteilung muss einvernehmlich passieren, inklusive Verhandlungen zu Regeln, Stimmprinzipien und Verantwortlichkeiten. Diese Rolleninhaber tragen eine große Bürde: Geheimhaltung, persönliche Verwahrung und sogar Haftung bei grober Fahrlässigkeit oder Vertragsbruch. Das ist nicht für jeden attraktiv – es erfordert Verantwortungsbewusste, die bereit sind, mitzuwirken. 3. Verantwortung und Aufwand Anderen überlassen Menschen sind gewöhnt, Verantwortung abzugeben – Fremdverwahrung ist so verlockend, weil „andere machen alles“ (trotz Risiken wie Hacks, Insolvenz oder ausländische Anbieter). Bei hybrider Verwahrung gibt es mindestens vier Termine: Analyse und Festlegung der Rollen und Vertragsinhalte, Beglaubigungstermin beim Notar oder Finalisierung mit Treuhänder, Onboarding mit Wallet- und SeedPro-Setup sowie Revision (jährlich oder alle 24 Monate). Das ist ein ganz schöner Aufwand – und für „bequeme“ Menschen unattraktiv. Sie wählen lieber den einfachsten Weg: Keys abgeben und hoffen, dass alles gutgeht. 4. Zusammenarbeit mit Partnern Hybrid wird erst relevant, wenn Self-Custody zu riskant ist (z. B. Verlustangst, Erbfall-Probleme) oder Fremdverwahrung zu suspekt wirkt (unbekannte Anbieter, regulatorische Hürden, Single Point of Failure*). Man muss schon mit Anwälten, Notaren, Treuhändern oder Banken vertraut sein – oder unter großen Zwängen stehen (Compliance, Revision*, Verantwortung). Für Unternehmen, Family Offices, Banken oder Börsen scheidet eigentlich alles außer hybride Verwahrung aus: Aufgrund von Sorgfaltspflichten (Transparenz, Vermögensschutz, Unternehmenseigentum) ist eine geteilte, revisionssichere Hoheit der einzig vernünftige Weg. Hier überwiegt der Nutzen bei weitem den Aufwand. 5. Historische Trägheit Warum gibt es diese Mischform nicht längst? Historische Trägheit spielt eine Rolle: Bitcoin startete als cypherpunk-Projekt mit maximaler Selbstermächtigung, während die Custody-Industrie das Gegenteil verkaufte. Regulatorische Bequemlichkeit tut ihr Übriges: MiCAR* und andere Aufsichtsbehörden haben sich an der klaren Dichotomie orientiert, weil zwei Kategorien einfacher zu regulieren sind als eine nuancierte dritte Form. 6. Wirtschaftliche Anreize Und wirtschaftliche Anreize tun ein Übriges: Exchanges verdienen am meisten bei voller Kontrolle, Self-Custody-Wallets bei einmaligen Verkäufen – ein echtes Rollen-Modell mit geteilter Hoheit ist für viele Player unattraktiv, weil es weniger zentrale Monetarisierung bedeutet. In einer Welt, wo viele „andere machen lassen“ bevorzugen, bleibt Hybrid solange ein Nischenthema – bis die Risiken zu groß werden. Bei trust4money ändern wir das: Mit SeedPro, USPE, CBSP*-Beratung und Trust Custody machen wir hybride Verwahrung zugänglich, sicher und MiCAR*-konform. Es ist nicht der einfachste Weg – aber der beste für die, die Verantwortung teilen wollen. Das ist meine Einschätzung – was denken Sie? Teilen Sie gerne Ihre Gedanken mit uns oder buchen Sie ein unverbindliches Gespräch:
Der nächste Schritt ist kein Klick.
Wenn Bitcoin Teil einer Gemeinschaft wird, reichen technische Lösungen nicht mehr aus. Dann geht es um Verantwortung. Um Rollen. Um Entscheidungen, die auch dann tragen, wenn Menschen wechseln, Zeit vergeht oder Druck entsteht. Wir entwickeln Sicherheitsstrukturen gemeinsam mit denen, die Verantwortung nicht delegieren – sondern gestalten wollen.
Einladung zum Gespräch.
Wenn du dich in diesen Gedanken wiederfindest, wenn du spürst, dass Selbst- oder Fremdverwahrung für deine Situation nicht mehr ausreichen, dann ist jetzt nicht der Moment für ein Produkt. Dann ist es der Moment für ein Gespräch.
Lass uns gemeinsam klären, welche Form von gemeinschaftlicher Sicherheit für dich, dein Unternehmen oder deine Struktur tragfähig ist.
Gebe den richtigen Anfragetyp an, um die Anfrage an die richtige Abteilung weiterzuleiten
Gemeinsame Verwahrung
als Standard
Eine Chance für die Zukunft
Gemeinsame Verwahrung als Standard
MiCAR* Berücksichtigung hybrider Modelle eine Vision
MiCAR ist ein großer Schritt nach vorn, aber ihre binäre Perspektive könnte aus der Zeit vor weit verbreiteten MPC*- und Key-Splitting-Technologien stammen. Hybride Verwahrungsmodelle* mit geteilter Hoheit sind sicherer, einfacher und günstiger – und sie machen viele der strengen Regeln überflüssig.
MiCAR* light eine Variante an der wir arbeiten
Das könnte den Markt öffnen: Banken und traditionelle Institute könnten viel leichter einsteigen, digitale Assets schützen und eine „MiCAR* light“-Variante nutzen. Weniger Bürokratie, mehr Innovation, besserer Schutz für alle. Das ist meine persönliche Einschätzung – keine offizielle Meinung. Aber ich denke, es lohnt sich, darüber zu reden. Was halten Sie davon? Teilen Sie gerne Ihre Gedanken in den Kommentaren.
FAQ & Begriffserklärung
Digitale Assets und ihre Verordnungen haben eine Reihe von Fachbegriffen, die wir hier erläutern.
verwendeter Fachbegriff: *Hybride Verwahrung
Bei trust4money: Wir nutzen eine dritte, hybride Form („Wir zusammen“), die MiCAR noch nicht explizit kennt: geteilte Hoheit – niemand hat allein die Kontrolle. Das macht viele strenge Pflichten überflüssig oder deutlich einfacher, weil die großen Risiken (Missbrauch, Single Point of Failure) von vornherein ausgeschlossen sind.
Was ist ein *CASP = Crypto-Asset Service Provider?
CASP = Crypto-Asset Service Provider Ein regulierter Krypto-Dienstleister nach MiCAR (EU-Verordnung 2023/1114).
Kurzdefinition: Unternehmen, das Krypto-Dienste professionell für Kunden anbietet und eine MiCAR-Lizenz braucht (Art. 59).
Typische Dienste: - Verwahrung von Krypto-Assets (Custody) - Handel, Umtausch, Transfer - Beratung oder Portfolio-Management Wichtig für dich: CASPs müssen strenge Regeln einhalten: Lizenz, Kapital, Kundenschutz (Trennung von Assets, Haftung, Transparenz), Anti-Geldwäsche und Aufsicht (z. B. BaFin).
Bei trust4money: Wir sind kein klassischer CASP mit voller Fremdverwahrung. Durch unsere hybride „Wir-zusammen“-Form (geteilte Hoheit) fallen viele strenge CASP-Pflichten weg – weil keine exklusive Kontrolle beim Anbieter liegt. Kurz: CASP = lizenzierter Krypto-Anbieter unter MiCAR. Unsere Lösung ist sicherer und regulatorisch leichter, weil die Kontrolle geteilt ist.
Was ist Multi-Party Computation (*MPC)?
MPC (Multi-Party Computation) ist eine kryptografische Methode, bei der mehrere Parteien gemeinsam Berechnungen durchführen (z. B. Transaktionen signieren), ohne dass eine Partei die privaten Daten der anderen sieht.
Kurz erklärt: Der private Key (oder Seed) wird in verschlüsselte Teile („Shares“) aufgeteilt und verteilt. Keine Partei kennt den vollen Key. Bei einer Transaktion erzeugen die Parteien zusammen eine Signatur – ohne den Key je wieder zusammenzusetzen.
Vorteile: Kein Single Point of Failure: Ein kompromittierter Share reicht nicht aus. Hohe Sicherheit für Wallets und Custody (z. B. bei Fireblocks, Coinbase, ZenGo). Oft „keyless“ – keine klassische Seed-Phrase zu sichern. MPC vs. Key-Splitting (wie bei SeedPro/USPE): MPC: Mathematische Protokolle für gemeinsames Signieren (ohne Key-Rekonstruktion). USPE/Key-Splitting: Seed in Teile zerlegen und später rekonstruieren (mit Multi-Party-Regeln). Beide vermeiden alleinige Kontrolle, MPC ist meist „off-chain“ und on-chain unsichtbar. Bei trust4money: Unsere hybride „Wir-zusammen“-Verwahrung nutzt Elemente ähnlich MPC (geteilte Hoheit), kombiniert mit USPE-Splitting und Notar-Multi-Party. Das reduziert MiCAR-Pflichten, da keine exklusive Kontrolle beim Anbieter liegt – sicherer und regulatorisch leichter. Kurz: MPC = sichere Zusammenarbeit ohne Geheimnisverrat. Eine starke Technik gegen Diebstahl und Missbrauch in Crypto-Custody.
verwendeter Fachbegriff: *BaFin-konforme Kryptoverwahrung
BaFin-konforme Kryptoverwahrung bedeutet, dass die Verwahrung digitaler Assets (z. B. Bitcoin) den Anforderungen der deutschen Finanzaufsicht BaFin entspricht – insbesondere KWG, GwG und MiCAR.
Bei trust4money: Unsere hybride „Wir-zusammen“-Verwahrung ist so gestaltet, dass sie BaFin-konform ist – ohne dass wir eine volle Krypto-Verwahrlizenz (§ 1 Abs. 1a Nr. 6 KWG) benötigen. Durch geteilte Hoheit und notarisiert Multi-Party-Regeln fallen viele strenge Pflichten weg.
verwendeter Fachbegriff: *Single Point of Failure
Single Point of Failure (SPoF) ist ein zentraler Schwachpunkt in einem System: Wenn dieser eine Punkt ausfällt oder gehackt wird, geht das gesamte System kaputt.
Bei trust4money: Unser System hat keinen Single Point of Failure. Durch Key-Splitting (USPE) und geteilte Hoheit kann keine einzelne Person, kein Hacker und keine Partei allein auf deine Assets zugreifen – das ist der Kern unserer Sicherheit.
verwendeter Fachbegriff: *Private Keys /Seedphrasen
Private Keys sind der geheime digitale Schlüssel, mit dem du deine Kryptowährungen kontrollierst und Transaktionen signierst. Seedphrasen (meist 12–24 Wörter) sind die lesbare Backup-Form eines Private Keys (BIP39-Standard).
Bei trust4money: Wir teilen und schützen Seedphrasen mit USPE (Unique Seed Positional Encoding) in Split-Codes. Nur gemeinsam (Multi-Party) können sie rekonstruiert werden – du behältst die Souveränität, ohne allein alles verwalten zu müssen.
verwendeter Fachbegriff: *DSGVO
DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist das EU-Datenschutzgesetz (seit 2018), das den Umgang mit personenbezogenen Daten streng regelt – Recht auf Löschung, Transparenz, Datensicherheit usw.
Bei trust4money: Wir sind vollständig DSGVO-konform. Deine Daten (z. B. Onboarding, ID-Verifizierung) werden nur zweckgebunden gespeichert, verschlüsselt und nur so lange wie nötig. Keine Weitergabe ohne deine Einwilligung gemäß Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA)
verwendeter Fachbegriff: *KWG
KWG steht für Kreditwesengesetz – das deutsche Bank- und Finanzaufsichtsgesetz. Es regelt u. a. Krypto-Verwahrung als Finanzdienst (§ 1 Abs. 1a Nr. 6 KWG) und erfordert eine BaFin-Erlaubnis.
Bei trust4money: Durch unsere hybride geteilte Hoheit (keine exklusive Fremdverwahrung) fallen wir nicht unter die volle KWG-Krypto-Verwahrlizenzpflicht. Wir arbeiten BaFin-konform, aber regulatorisch leichter.
verwendeter Fachbegriff: BaFin* - FMA* - FINMA* - AMF* - Banca d’Italia* - CNMV*
Das sind die wichtigsten nationalen Finanzaufsichtsbehörden in Europa:
BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Deutschland) FMA – Finanzmarktaufsicht (Österreich) FINMA – Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Schweiz) AMF – Autorité des marchés financiers (Frankreich) Banca d’Italia – Italienische Zentralbank & Aufsicht (Italien) CNMV – Comisión Nacional del Mercado de Valores (Spanien)
Bei trust4money: Wir orientieren uns primär an BaFin und MiCAR (EU-weit). Unsere hybride Verwahrung ist so konzipiert, dass sie auch in Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien kompatibel ist – insbesondere bei grenzüberschreitenden Kunden.
verwendeter Fachbegriff: *MiCAR
MiCAR (Markets in Crypto-Assets Regulation) ist die EU-Verordnung (2023/1114), die seit 2024/2025 Kryptowerte regelt – Schutz vor Betrug, Insolvenz und Missbrauch
Bei trust4money: MiCAR kennt nur Self- oder Fremdverwahrung. Unsere hybride „Wir-zusammen“-Form (geteilte Hoheit) macht viele strenge Pflichten (Art. 75) obsolet oder einfacher – weil keine exklusive Kontrolle beim Anbieter liegt.
verwendeter Fachbegriff: * BIP39‑Seedgenerierung
BIP39 (Bitcoin Improvement Proposal 39) ist der Standard für die Generierung einer Seed-Phrase (auch Mnemonic-Phrase oder Wiederherstellungsphrase genannt). BIP39 wandelt einen starken Zufallswert (Entropy, z. B. 128–256 Bits) in eine lesbare Liste aus 12, 18 oder 24 Wörtern um. Diese Wörter stammen aus einer festen Liste von 2048 englischen (oder anderen Sprachen) Wörtern. Am Ende wird eine Checksumme hinzugefügt, um Tippfehler zu erkennen.
Wie es funktioniert (einfach): - Wallet erzeugt starken Zufall (Entropy). - Entropy + Checksumme werden in 11-Bit-Blöcke geteilt. - Jeder Block wird einem Wort aus der 2048-Wörter-Liste zugeordnet. - Ergebnis: Eine Seed-Phrase (z. B. „truck renew fury donkey …“), die deinen Master-Key ableitet. Warum wichtig? Ermöglicht einfache, menschlich merkfähige Backups statt langer Hex-Zahlen. Eine Phrase reicht, um alle Adressen/Wallets wiederherzustellen (deterministisch). Standard bei fast allen Wallets (Ledger, Trezor, Electrum, MetaMask usw.). Bei trust4money / SeedPro: Wir generieren Wallets immer BIP39-konform (air-gapped, sicher), splitten die Phrase dann mit USPE in sichere Teile – für hybride Verwahrung ohne Single Point of Failure. Kurz: BIP39 = der Standard, der aus Zufall eine merkfähige 12–24-Wörter-Phrase macht – die Basis jeder sicheren Bitcoin-Wallet.
verwendeter Fachbegriff: * USPE (Unique Seed Positional Encoding)
USPE (Unique Seed Positional Encoding) ist das Kernverfahren von SeedProtector / trust4money zur sicheren, modularen Aufteilung von BIP39-Seed-Phrasen. USPE wandelt eine normale Seed-Phrase (12–24 Wörter) in eindeutige Positionscodes um. Dazu wird für jeden Nutzer eine einzigartige, zufällig sortierte BIP39-Wortliste (2048 Wörter) erstellt (die „Seedliste“ – meist physisch auf Metall/Edelstahl). Jedes Wort der Original-Seed wird dann durch seine Position in dieser Liste ersetzt (z. B. „mystery“ → „H79“).
Wie es funktioniert (einfach): Einmalige, zufällige Seedliste pro Nutzer erstellen und sicher aufbewahren (z. B. auf Metallplatte). Original-Seed in Positionscodes umwandeln (SeedKey). SeedKey getrennt speichern/teilen (Papier, NFC, digital, biometrisch). Zur Wiederherstellung: SeedKey + Seedliste → Original-Wörter zurückübersetzen. Vorteile: - Hohe Sicherheit: Kein Single Point of Failure – SeedKey allein nutzlos ohne Seedliste. - Teilbar & modular: SeedKey kann aufgeteilt werden (z. B. Familie, Notar, Bank), ohne dass jemand allein Zugriff hat. - Keine Lizenzpflicht: Keine vollständige Schlüsselverwahrung → MiCAR-konform, ohne volle CASP-Regeln. - Werkzeugfrei & unabhängig: Keine App/Technik nötig, funktioniert analog/digital. Bei trust4money / SeedPro: USPE ist die Basis für alle Modelle – von Consumer (einfache Aufteilung) bis Trust Custody (rechtssichere Multi-Party mit Notar/Bank). Es ermöglicht die hybride „Wir-zusammen“-Verwahrung: geteilte Hoheit ohne exklusive Kontrolle. Kurz: USPE = intelligente Positionskodierung für teilbare, manipulationssichere Seed-Sicherung – der Schlüssel zur dritten Verwahrungsform.
verwendeter Fachbegriff: *Certified Bitcoin Security Professional (CBSP)
CBSP (Certified Bitcoin Security Professional) ist eine interne Zertifizierung bei trust4money für Experten in Bitcoin-Sicherheit. Ein CBSP ist ein qualifizierter Berater/Spezialist, der Kunden bei der sicheren Einrichtung und Verwahrung von Bitcoin-Wallets unterstützt – mit Fokus auf SeedPro, USPE-Key-Splitting, hybrider „Wir-zusammen“-Verwahrung und MiCAR-konformer Umsetzung.
Aufgaben: - Beratung zu air-gapped Setups, Seed-Splitting und Multi-Party-Governance - Umsetzung von Trust Custody (mit Notaren/Banken) - Risikoanalyse & Provenienz-Nachweise - Schulung von Partnern (Banken, Notare, Family Offices) Bei trust4money arbeiten über 10 CBSPs – das garantiert höchste Expertise und Sicherheit ohne Single Point of Failure. Kurz: CBSP = dein vertrauenswürdiger Bitcoin-Sicherheitsprofi bei uns – für souveräne, geteilte und rechtssichere Verwahrung.
verwendeter Fachbegriff: *Mining
Mining ist der Prozess, bei dem neue Bitcoins erzeugt werden und Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk bestätigt und in die Blockchain eingetragen werden. Miner (spezielle Computer) lösen komplizierte mathematische Rätsel (Proof-of-Work), um einen neuen Block zu erstellen. Der erste Miner, der das Rätsel löst, darf den Block zur Blockchain hinzufügen und erhält dafür eine Belohnung: neue Bitcoins + Transaktionsgebühren. Mining sichert das Netzwerk: Es verhindert Betrug und doppelte Ausgaben. Belohnung halbiert sich alle 4 Jahre (Halving) – aktuell (2026) 3,125 BTC pro Block. Hoher Energieverbrauch: Miner nutzen spezielle Hardware (ASICs) in großen Farmen. Jeder kann theoretisch minen, aber privat ist es heute kaum profitabel (Stromkosten, Hardware). Bei trust4money relevant? Die meisten unserer Kunden halten bereits geminte Bitcoins (mit klarer Provenienz). Wir helfen bei der sicheren Verwahrung und Nachweisführung der Herkunft (CleanProof / Provenance Proof), damit die Assets beleihbar oder erbschaftsfähig bleiben – ohne dass du selbst minen musst. Kurz: Mining = das dezentrale „Schürfen“ neuer Bitcoins und das Sichern des Netzwerks – die Grundlage, warum Bitcoin so sicher und dezentral ist.
verwendeter Fachbegriff: *HNWI
HNWI steht für High Net Worth Individuals – auf Deutsch: vermögende Privatpersonen oder High-Net-Worth-Individuen.
HNWI sind Personen mit einem hohen liquiden Vermögen (meist ab ca. 1 Million Euro/USD netto, ohne Immobilien). In der Finanz- und Krypto-Branche spricht man oft von HNWI ab 1–5 Mio. €, Ultra-HNWI (UHNWI) ab 30 Mio. €.
Warum wichtig für trust4money? HNWI halten oft große Bitcoin- oder Krypto-Portfolios und suchen genau das, was MiCAR und klassische Banken nicht optimal bieten: - Volle Souveränität (Self-Custody-Feeling) - Hohe Sicherheit (geteilte Hoheit, kein Single Point of Failure) - Rechtssichere Nachlassplanung (Erbschaft, digitale Vermögensübertragung) - Beleihbarkeit (Bitcoin-backed Lending) mit sauberer Provenienz - Diskretion und Compliance (MiCAR-light, ohne volle Fremdverwahrung) Bei trust4money: Unsere hybride „Wir-zusammen“-Verwahrung mit SeedPro und USPE ist speziell für HNWI und Family Offices gemacht: geteilte Kontrolle, notarisiert, bankkonform – sicherer als Self-Custody allein und transparenter als klassische Custody.
Kurz: HNWI = vermögende Privatkunden mit hohen Ansprüchen an Sicherheit, Souveränität und Nachlass – unsere Zielgruppe Nr. 1 für Trust Custody und hybride Modelle.
verwendeter Fachbegriff: *BTC
BTC ist die offizielle Abkürzung für Bitcoin – die erste und größte Kryptowährung der Welt.
Bitcoin (BTC) ist digitales Geld, das 2009 von Satoshi Nakamoto erfunden wurde. Es läuft dezentral auf der Bitcoin-Blockchain – ohne Banken oder Staaten. Jede BTC ist einzigartig und kann nur einmal ausgegeben werden (dank Blockchain-Technik). - Symbol: ₿ oder BTC - Maximale Menge: 21 Millionen BTC (fast alle bis 2140 gemint) - Halving: Alle ~4 Jahre halbiert sich die Mining-Belohnung (aktuell 3,125 BTC pro Block) - Nutzung: Zahlungsmittel, Wertaufbewahrung („digitales Gold“), Kollateral für Kredite - Wert: Sehr volatil, aber langfristig stark gestiegen Bei trust4money: BTC ist das Kern-Asset unserer Kunden. Wir helfen bei der sicheren, hybriden Verwahrung („Wir-zusammen“-Modell mit geteilter Hoheit), Nachlassplanung, Provenienz-Nachweis und Beleihbarkeit – ohne dass du die volle Kontrolle abgibst.
Kurz: BTC = Bitcoin, das dezentrale digitale Gold – das Asset, das wir bei trust4money am sichersten und souveränsten verwahren.
verwendeter Fachbegriff: *Revision
Revision bedeutet im Kontext von trust4money und Trust Custody die unabhängige, prüfende Nachschau der gesamten Verwahrungs- und Sicherheitsprozesse.
Revision ist eine regelmäßige oder anlassbezogene Überprüfung durch externe oder interne Prüfer (z. B. Wirtschaftsprüfer, Notare, Treuhänder oder spezialisierte Auditoren). Sie stellt sicher, dass alles korrekt, transparent und regelkonform läuft: Dokumentation, Multi-Party-Regeln, Provenienz-Nachweise, Split-Codes, Verträge und tatsächliche Umsetzung.
Ziel: Volle Nachvollziehbarkeit und Vertrauen schaffen – besonders bei geteilter Hoheit („Wir zusammen“). - Wer führt durch? Externe Wirtschaftsprüfer, Notare oder unabhängige Security-Experten (keine alleinige interne Prüfung). - Was wird geprüft? Seedliste, SeedKey-Verteilung, Zugangsberechtigungen, Protokolle, Transaktionsregeln, Compliance (MiCAR-light, BaFin-konform). - Häufigkeit: Jährlich, halbjährlich oder bei Ereignissen (z. B. neue Partner, große Assets). Bei trust4money: In unseren Trust Custody-Modellen (besonders Ultimate & Endless) ist Revision ein fester Bestandteil: Externe Prüfer bestätigen regelmäßig, dass keine Partei allein Zugriff hat und alles revisionssicher dokumentiert ist. Das gibt Banken, Family Offices und HNWI maximale Sicherheit und Rechtssicherheit.
Kurz: Revision = die unabhängige Prüfung, die zeigt: Alles läuft wie vereinbart, transparent und sicher – der Garant für Vertrauen in unserer hybriden Verwahrung.
verwendeter Fachbegriff: *Einheitsentscheidung Rekonstruktion
"Einheitseintscheidung Rekonstruktion" ist ein festes Regelwerk bei trust4money / SeedPro, das zwei wichtige Dinge sicher und gemeinsam regelt: Rekonstruktion Die Wiederherstellung der Original-Seed-Phrase (oder Seedliste), wenn sie benötigt wird (z. B. nach Verlust des Zugangs, Erbfall oder Wallet-Neuaktivierung). Das passiert nach einem anonym vereinbarten, revisionssicheren Verfahren mit Passwörtern, die für festgelegte Rollen (z. B. Kunde, Notar, Treuhänder, Bank) hinterlegt sind. Voraussetzung: Monatsabo (siehe seedprotector.de).
Einheitseintscheidung Das gemeinsame Beschlussverfahren (Stimmprinzip), bei dem alle beteiligten Rollen einstimmig zustimmen müssen, bevor eine Transaktion autorisiert oder die Rekonstruktion freigegeben wird. Das Ganze ist revisionssicher protokolliert – niemand kann allein handeln. Warum das wichtig ist: Durch Einheitseintscheidung Rekonstruktion entsteht echte geteilte Hoheit („Wir zusammen“): Kein Single Point of Failure, kein Missbrauch möglich, volle Transparenz und Rechtssicherheit – ideal für Familien, HNWI, Family Offices oder Bank-Partnerschaften.
Einheitseintscheidung Rekonstruktion = einstimmige, revisionssichere Freigabe für Wiederherstellung oder Transaktionen – nur gemeinsam, nie allein. Das Herzstück unserer hybriden, gemeinschaftlichen Verwahrung. Als Alternative zu Mehrheitsentscheidung Rekonstruktion.
Interessiert an der dritten Möglichkeit?
Buche jetzt dein unverbindliches 15‒Minuten‒Gespräch
Blogbeiträge
Treuhandmodule