Spätestens in diesem Moment verschiebt sich die Frage. Nicht mehr: Wie sichere ich meine Coins? Sondern: Wer trägt Verantwortung, wenn ich es nicht mehr allein kann oder darf? Denn Selbstverwahrung skaliert nicht automatisch mit Vertrauen. Kontrolle schützt, aber sie bündelt Macht. Geheimhaltung bewahrt, aber sie isoliert. Alleinverantwortung gibt Freiheit – und schafft Abhängigkeit von einer einzigen Person. Bitcoin zwingt uns damit zu einer unbequemen Erkenntnis: Technische Sicherheit löst keine menschlichen Fragen.
Weiterlesen - Ein Manifest über Bitcoin in der realen Welt.Was passiert bei Krankheit, Ausfall, Trennung, Verkauf oder Erbe? Was geschieht, wenn Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können oder nicht mehr getroffen werden sollen? Und wer haftet, wenn Freiheit zur Überforderung wird? Dieses Projekt, dieses Denken, dieses Buch beginnt an genau diesem Punkt. Nicht bei Technik. Nicht bei Produkten. Sondern bei der Frage, wie Bitcoin in der realen Welt existiert, wenn er nicht mehr nur jemandem gehört, sondern getragen wird. Bitcoin braucht Sicherheit. Gemeinschaft braucht Vertrauen. Und Vertrauen entsteht nicht durch Kontrolle, sondern durch bewusst verteilte Verantwortung.